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Schule legt Basis für Green Care Bildung

Seit mehreren Jahren haben sowohl Schülerinnen/Schüler und auch Erwachsene im Rahmen ihrer Ausbildungen in der Landwirtschaftlichen Fachschule Gaming und der Schule für Sozialbetreuungsberufe im Ländlichen Raum und Green Care als zertifizierter Green Care Lernort, die einzigartige Möglichkeit, Gelerntes aus dem Bereich Green Care in der Schule und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis hautnah zu erleben.

Für die Schule ist Green Care nicht nur ein Herzensprojekt, sondern auch lehrplanmäßig seit mehreren Jahren implementiert.Die Fachschule war Wegbereiter für dieses innovative Themenfeld  in der Region.

Im Rahmen der Abschlussprüfung zur Mittleren Reife haben auch in diesem Schuljahr Schülerinnen der Abschlussklasse mit großem Interesse vermehrt Green Care Themen gewählt.

„Die Schülerinnen lernen dabei, wie in landwirtschaftlichen Betrieben soziale Dienstleistungen aufgebaut werden können. Immer aktueller wird der Bereich der Kinderbetreuung und Gesundheitsförderung“, stellt Schulleiterin Gertrude Grünsteidl begeistert fest. Aktuell belegen österreichweite Umfragen eine Steigerung um 30 Prozentpunkte in diesem Bereich.

Schon über ein gesamtes Schuljahr verbringen die Schüler und Schülerinnen viel Zeit vor Computer, Smartphone, Tablet & Co und umso wichtiger denn je, sind für Schüler Oasen und Orte, an denen sie sich erholen und die Batterien wieder aufladen können.

Gerade in diesen Zeiten, wo Unsicherheiten, Ängste und Einsamkeit das Leben vieler prägen, sind Green Care Angebote in und mit der Natur besonders wertvoll und nachhaltig.

Vor allem Tiere als Seelentröster, egal ob Pferd, Hund oder Ziege führen bei vielen in dieser   Zeit zu einer Verbesserung des psychischen und physischen Wohlbefindens und leisten wertvollen seelischen Ausgleich.

Im Bereich der Ausbildung zum Fachsozialbetreuer/in mit inkludierter Pflegeassistenz haben nun die Lehrgangsteilnehmer/innen im Praktikum die Aufgabe, die im Unterricht erlernten vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich der gartenpädagogischen Angebote praktisch umzusetzen. Ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Kinder und Jugendliche gewinnen gerade in der Zeit der Pandemie durch die positive Wirkung der Natur an Lebensqualität, welche mittlerweile auch wissenschaftlich belegt ist.

„Es ist eine Freude, wenn die Schülerinnen und Schüler nach dem Praktikum von ihren Erlebnissen begeistert berichten, wie ihre Beschäftigungen mit den Bewohnern von Senioren-und Pflegeheimen und in Einrichtungen mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Garten zu mehr Lebensfreude und mentaler Gesundheit führen und Mobilität und Geschicklichkeit gestärkt werden“, ist die zuständige Fachlehrkraft Brigitte Abl beeindruckt und wird in ihrer pädagogischen Arbeit damit bestätigt.    

Neben den Unterrichtseinheiten am Schulbauernhof Haslau in Lunz/See gibt es noch ein weiteres Highlight im Bereich der Tiergestützten Interventionen für die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Gaming.

Enya, die Therapiebegleithündin ist zu einem wichtigen Inhalt in der Schule geworden.

„Die Hündin sucht in der Begleitung sehr oft die Nähe derer, die es in diesem Moment besonders brauchen, sie bringt Freude, spendet Trost, gibt Kraft, unterstützt die Lernfähigkeit und verbessert das Klassenklima,“ so die Pädagogin Fachlehrerin Barbara Theuretzbacher.

Tiere in der Förderung, Mobilisierung, Aktivierung und als Seelentröster einzusetzen, kann bei vielen Personengruppen mit unterschiedlichen Ausgangssituationen zu einer Verbesserung des Lebensstandards beitragen.

Keine Frage, wer diesen Unterricht selbst an sich erfahren durfte, wie es ist, von einem Tier gesehen, begleitet und unterstützt zu werden, wird diese Inhalte so schnell nicht mehr vergessen.

Gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie wird immer mehr der Wunsch geäußert, die Hündin wieder sehen zu dürfen.